VMware-Alternative: Virtualisierung neu denken
Nach den Preis- und Lizenzänderungen bei VMware suchen viele einen Ausweg. Welche Wege es gibt.
Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom prüfen viele Unternehmen, ob sie bei ihrer Virtualisierung bleiben oder wechseln. Der konkrete Auslöser: Broadcom hat die dauerhaften Perpetual-Lizenzen beendet und auf Abo-Bundles umgestellt, was die Kosten für viele Bestandskunden spürbar verschiebt. Die gute Nachricht: Es gibt erprobte Alternativen, und ein Wechsel muss kein Kraftakt sein.
Was Virtualisierung leistet
Virtualisierung bündelt mehrere Server als Software auf einer physischen Maschine und hängt damit an einer Plattform mit eigenen Lizenzkosten. Was dahintersteckt, steht unter Was ist Virtualisierung?. Genau deshalb ist die Frage nach der Plattform für viele zentral.
Muss ich überhaupt wechseln?
Nein, und das gehört ehrlich gesagt. Wer gerade lizenziert hat, dessen Umgebung stabil läuft und dessen Kosten tragbar bleiben, kann in Ruhe abwarten und die Entscheidung mit dem nächsten Hardware-Zyklus verbinden. Ein Wechsel unter Zeitdruck ist selten ein guter. Die Frage stellt sich ernsthaft, wenn die Verlängerung ansteht und das neue Abo-Angebot ein Vielfaches des Gewohnten kostet, oder wenn ohnehin neue Server fällig sind. Dann konkurriert der Bleiben-Preis mit den Wechselkosten, und diese Rechnung fällt zunehmend zugunsten des Wechsels aus.
Welche Wege es gibt
Proxmox VE hat sich im Mittelstand zur beliebtesten Ausweichroute entwickelt: quelloffen, ohne Lizenzkosten pro Prozessor, mit optionalem Hersteller-Support und einer aktiven Community. Es deckt ab, was typische Umgebungen brauchen, von Hochverfügbarkeit über Snapshots bis zur eingebauten Sicherung. Hyper-V ist dort attraktiv, wo ohnehin Windows-Server-Lizenzen vorhanden sind und die Umgebung Microsoft-geprägt ist. Nutanix zielt auf größere Installationen mit entsprechendem Budget. Und der vierte Weg stellt die Frage grundsätzlicher: Wenn die eigene Hardware ohnehin altert, kann der Umzug der Server in eine gehostete Umgebung in Deutschland die Plattformfrage komplett auflösen, denn dann ist die Virtualisierung Sache des Betreibers.
Worauf bei einem Wechsel zu achten ist
Der wichtigste Punkt ist das Backup, und er wird am häufigsten übersehen. Die Sicherungssoftware muss die neue Plattform genauso beherrschen wie die alte, sonst tauscht man ein Lizenzproblem gegen ein Sicherungsproblem. Der zweite Blick gilt den Sonderfällen: einzelne Anwendungen mit Hersteller-Support nur für bestimmte Plattformen, USB-Dongles, direkt durchgereichte Hardware. Solche Details entscheiden, ob eine Maschine mitkann oder eine Sonderlösung braucht. Und schließlich das Know-how: Eine Plattform, die niemand im Haus oder beim Dienstleister beherrscht, ist im Störfall die teuerste.
Wie eine Migration praktisch abläuft
Bestandsaufnahme
Welche VMs laufen, was brauchen sie, welche haben Sonderfälle wie Dongles oder durchgereichte Hardware?
Zielplattform aufbauen
Die neue Umgebung entsteht parallel zur alten und wird mit unkritischen Maschinen erprobt.
Schrittweise umziehen
VM für VM wandert im geplanten Fenster, die alte Plattform bleibt als Rückfalloption, bis alles läuft.
Mit Werkzeugen wie Veeam lassen sich Maschinen aus der Sicherung direkt auf der neuen Plattform wiederherstellen; die Ausfallzeit pro Maschine schrumpft damit auf ein geplantes Wartungsfenster. Ein Stichtag, an dem die ganze Umgebung auf einmal springt, ist fast nie nötig und fast immer eine schlechte Idee.
Wie wir umstellen
Wir sehen uns Ihre Umgebung an und sagen, ob ein Wechsel sich lohnt, auch wenn die Antwort „noch nicht" lautet. Wenn ja, migrieren wir schrittweise statt mit einem Stichtag, an dem alles auf einmal umfällt, und betreiben die neue Plattform anschließend weiter, auf Wunsch auf eigenen Servern in Deutschland. Die Details zu unserem Angebot stehen unter Virtualisierung & Managed Server, das Sicherungsthema dahinter unter Veeam Cloud Connect.
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